Kuchen für die Aliens. Melisande Arven
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Читать онлайн книгу Kuchen für die Aliens - Melisande Arven страница 14

Название: Kuchen für die Aliens

Автор: Melisande Arven

Издательство: Bookwire

Жанр: Книги для детей: прочее

Серия:

isbn: 9783969443095

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СКАЧАТЬ Wasser zu tun. Mit dem Meer. Er verstand es nur nicht und Frau Michaels anscheinend auch nicht. Stoupidis sah die zierliche Brünette an. Sie war wirklich noch sehr jung. Eigentlich viel zu jung für so eine verantwortungsvolle Aufgabe. Aber im Krieg und in Extremsituationen wie diesen war alles erlaubt, das voran brachte.

      Stoupidis lehnte sich zurück und rührte in seinem Punsch herum.

      „Wie viele Fremdsprachen beherrschen Sie, Frau Michaels?“

      „Vier.“

      „Wie lange haben Sie gebraucht diese zu erlernen?“

      Das Mädchen lugte nachdenklich an die Zimmerdecke.

      „Hmm, um sie weitgehend perfekt zu sprechen… vierzehn Tage.“

      Stoupidis stellte das Punschglas betont laut auf dem Tisch ab.

      „Sie haben eine Woche!“

      „Und dann?“ Sie stellte die Frage so forsch, dass die Ssorsa sich alarmiert aufsetzten.

      „Werden Sie die Welt retten. Oder deren.“ Stoupidis ruckte mit dem Kinn zu den grünen Wesen.

      „Bevor ich auch nur eine Vokabel lerne, möchte ich, dass meine Familie zurück in dieses Haus darf.“

      Die kleine Göre verschränkte die Arme vor der Brust. Der Prinz neigte sich zu ihr und sprach sie an. Sie hatte den Nerv ihn zu ignorieren. Stoupidis holte betont Luft. Der Prinz richtete seine Aufmerksamkeit auf ihn. Auch er ignorierte seine außerirdische Majestät völlig.

      „Ich kann nicht erlauben, dass ihr euch hier ohne Überwachung zusammenrottet. Außerdem muss ich etwas gegen Sie in der Hand haben“, sagte er zu dem Mädchen.

      Kayas Augen wurden schmal, dann wandte sie sich an den Prinzen. Jetzt ignorierte sie Stoupidis mit gekonnter Teenagermanier und die fremdartigen Worte sprudelten jetzt aus ihrem Mund. Stoupidis Pulsader klopfte mit wachsendem Zorn. Er spürte Lichtenauers Hand an seinem Unterarm. Nun war es an dem Deutschen, ihn als hitzköpfigen missgelaunten Griechen zur Ruhe zu mahnen.

      Der Prinz nickte schließlich. Frau Michaels nickte auch. Irgendwas war wohl gerade beschlossen worden. Und Stoupidis war daran nicht beteiligt gewesen. Somit waren die Interessen des Planeten Erde nicht beteiligt und das gefiel Stoupidis gar nicht.

      „Was denn jetzt?“ donnerte er über den Tisch.

      „Dem Prinzen ist ebenfalls sehr daran gelegen, unsere Kommunikationsschwierigkeiten zu überwinden, Herr Stoupidis.“ Kaya Michaels hatte sich wieder in der Gewalt. Sie sprach klar und überlegt. „Deshalb folgender Vorschlag: Meine Eltern und meine Schwester dürfen noch heute in dieses Haus zurückkehren. Ich werde es noch in dieser Stunde verlassen, zu den Ssorsa in das Bugschiff ziehen und alles dransetzen die Sprache zu lernen.“ Sie lächelte ironisch. „Das Wetter wird sowieso wieder umschlagen. Ein weiterer Schneesturm kündigt sich an. Es wird schwierig werden den Weg vom Haus zum Raumschiff zu bewältigen. Ich werde ihnen schon nicht auskommen.“ Sie lächelte breiter. Das stand ihrem kleinen Gesicht äußerst gut. „Ich bin immer noch ein Mensch, Herr Stoupidis. Die Aliens haben mir nicht das Hirn gespült. Ich werde meine Rasse nicht betrügen. Oh, ja…!“ Sie schnippte mit den Fingern. „Und ich verlange ein Funkgerät, damit ich mit meiner Familie jederzeit reden kann.“

      Stoupidis nickte ohne groß darüber nachzudenken. Es war ein guter Vorschlag, obwohl die meisten der Schlipsträger anderer Meinung sein dürften. Stoupidis zwang sich nicht zu seufzen. Er würde Lichtenauer die ganze Packung Zigaretten klauen. So viel war sicher.

      Im Jahr des Echow 5/33

      Logbucheintrag 35

      Kapitän Äile Ino Mmah von Bugschiff I

      Ort: Zugspitze/Deutschland

      Status: Maschine, Waffen, Navigation – Beschädigt

      Zustand des Bugschiffes unverändert

      Die Arbeiten liegen brach. Weitaus wichtigere Aufgaben verfolgt die ganze Crew seit gestern mit voller Konzentration. Wir haben einen festgesetzten Zeitraum von 127/5 Grats um der kleinen Menschenfrau Gaia unsere Sprache beizubringen und sie unsere Kultur zu lehren. Wir setzen im Gegenzug alles daran, die menschlichen Gepflogenheiten zu verstehen. Der verantwortliche Mann, mit dem es zu verhandeln galt, hat seine Zustimmung nur gegeben, weil er mit seinen Leuten unweit der Talsenke Stellung bezogen hat. Das ist nicht zufriedenstellend für mich, da wir somit eingekeilt sind. Es bleibt mir allerdings nichts anderes übrig, als zu kooperieren, egal was ich persönlich von dieser Behandlung halte.

      Die Menschenfrau Gaia hat in Pilotin Tede Begs Kabine Quartier bezogen. Neben dem Umstand, dass ich mehr als alle anderen eine flüssige Konversation gewährleisten muss, habe ich noch eine andere Mission. Ich muss unter allen Umständen einen Weg finden, Sewe zu kontaktieren. Dafür habe ich bereits einen Plan und das abscheuliche Wetter wir mein Verbündeter sein.

      Offizieller Teil Ende

      Ich bin versucht, Leu in den Maschinenraum sperren zu lassen. Natürlich ist er immer noch stinksauer, dass ich ihm eine gelangt habe. Warum versteht der Kerl einfach nicht, dass er auf dem Bugschiff bleiben musste, damit nicht wir beide als Mitglieder des Königshauses der Mmah unseren Arsch riskieren?

      Gaia hat es auch nicht leicht. Ich muss aufpassen, dass mich ihr Schicksal nicht mehr beeindruckt als es sollte. Dieser Mann mit dem unaussprechlichen Namen hat ihre Familie aus dem Haus gezerrt und Gaia jeglichen Kontakt zu ihr verboten. Man hat die Mutter vom Vater getrennt und auch die Schwester in Einzelhaft gesteckt, um Gaia gefügig zu machen. Ich verstehe nicht, warum sie das alles auf sich nimmt. Für einen Haufen fremder Idioten, die ihr gar nichts als Gegenleistung werden bieten können. Ihre Motivation muss in was anderem liegen und deshalb vertraue ich ihr nicht. Und trotzdem, wenn ich ihren Eifer sehe, mit dem sie versucht uns zu verstehen, und wenn ihre kleinen grauen Augen leuchten, will ich einfach nur glauben, dass sie eine so selbstlose Person ist.

      Vater, um ehrlich zu sein bin ich ziemlich fertig. Cem nervt, dass ich endlich richtig schlafen muss. Das soll wohl ein Witz sein!

      Kapitel 3

      In Bugschiff I lebten acht Ssorsa. Neben den Prinzen, deren Leibdienern Cem und Gai, der Pilotin Tede waren da noch Maschinist Leutnant LIR und die Kadetten Iam und Sowad unter der Crew. Tede und Sowad schienen als weibliche Ssorsa den Männern absolut ebenbürtig zu sein. In des Prinzen Heimat war es auch ihre Mutter, Königin Ego Rim, die herrschte. Der König, U-Kel Mmah, hatte beratende Funktion, vererbte aber den Familiennamen.

      Kaya schrieb alles auf, was sie hörte und lernte. In der Nacht büffelte sie Vokabeln, am Tag gab sie Unterricht. Ihre Schüler waren aufmerksam und anstrengend. Besonders Prinz Leu schien es zu mögen, sie bis aufs Blut zu reizen.

      „Was sind das für runde Dinger?“ Er deutete auf das plastische Hologramm eines menschlichen nackten Frauenkörpers. Heute stand Anatomie auf dem Lehrplan.

      „Das sind Brüste. Man spricht in der Öffentlichkeit nicht über sie. Sie sind etwas sehr Privates.“

      „Haben die irgendeine Funktion?“

      Kaya überlegte kurz. Starrten jetzt alle anwesenden Ssorsa auf ihre B-Größe?

      „Im Wesentlichen haben sie zwei. Zum einen, wenn eine Frau Mutter wird, СКАЧАТЬ