Название: Haut an Haut - geheime Lust | Erotischer Roman
Автор: Cassie Hill
Издательство: Bookwire
Жанр: Языкознание
Серия: Erotik Romane
isbn: 9783966416115
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Es gab Tagessuiten mit monströsen Whirlpools und riesigen Betten, in denen ganz zwanglos vier Personen Platz fanden. Die komplette Innenausstattung – Möbel, Teppiche und Dekorationen – stammte aus Indonesien. … damit du weißt, welches Paradies auf dich wartet. Das war es in der Tat – ein Paradies! Doch wer hatte mir diese Einladung geschickt? Connie und Katja kamen nicht infrage.
Mit zusammengezogenen Brauen überlegte ich, welcher Freund oder wer aus meiner Familie mich mit einem Wellnesstag überraschen wollen könnte.
Nein, sie schieden alle aus. Weder meine Freunde noch meine Eltern oder meine Schwester schickten mir eine anonyme Einladung. Die wollten, dass ich wusste, wenn sie mir etwas schenkten, dachte ich und schmunzelte.
Jetzt schaute ich mir die Schrift genauer an. Handelte es sich eher um eine männliche oder um eine Frauenhandschrift?
Eindeutig männlich! Die Buchstaben waren schnörkellos, klar und kerzengerade.
Warum war mir das nicht gleich aufgefallen?
Ich packte Brief, Flyer und Eintrittskarte zurück in den Umschlag und konsultierte meinen Kalender im Smartphone. Für Samstag hatte ich lediglich die Wocheneinkäufe und ein paar unwichtige Besorgungen notiert – das konnte warten. Die rätselhafte Einladung ins Spa, vielleicht zu erfahren, von wem sie stammte, und die in dem Brief angekündigte Überraschung hatten absoluten Vorrang.
Im Internet informierte ich mich über den genauen Weg zu dem einige Kilometer vor den Toren Kölns liegenden Spa Heaven und fand weitere Details. Das Spa hatte erst vor einem halben Jahr eröffnet und versprach exklusiven Luxus. Hier fand der gestresste Rheinländer Ruhe pur und zahllose Möglichkeiten, es sich richtig gut gehen zu lassen und zu entspannen.
Kapitel 2
Ich stellte meinen schwarzen BMW auf dem zum Spa gehörenden Parkplatz ab und betrat das Heaven. Schon jetzt bei meiner Ankunft fühlte ich mich ausgesprochen wohl. Die Klientel, die es sich in der mit Ledergarnituren eingerichteten Empfangshalle bequem gemacht hatte, war angenehm leise und zurückhaltend. Ich legte meine Eintrittskarte vor und lieh mir einen weißen, flauschigen Bademantel sowie kuschelige Handtücher, bestickt mit dem silberfarbenen Logo des Heaven. Eine freundliche Angestellte wies mir den Weg zu den Umkleiden.
Nachdem ich mich bis auf den Slip ausgezogen hatte und in den Bademantel geschlüpft war, erkundete ich eine halbe Stunde lang die Gebäude mit ihren Ruheräumen und das weitläufige Außengelände. Obwohl die Größe der Anlage schier überwältigend war, strahlte es trotzdem wohltuende Ruhe und Harmonie aus.
Den Mittelpunkt bildete der grandiose Infinity-Pool. Die Aussicht über den Pool, der in den See zu münden schien, raubte mir den Atem. Das fantastische Innenschwimmbad säumten sanft fließende Vorhänge über drei Etagen, die sich im Luftzug leicht hin und her bewegten.
Ein Teil des Massagebereichs residierte im Freien. Baldachine beschirmten mehrere Liegen, auf denen man sich ausgiebig durchkneten lassen konnte.
Kapitel 3
Der Erkundungsgang hatte mich hungrig gemacht, und ich gönnte mir ein üppiges Frühstück mit Brötchen, gebackenen Bohnen, Würstchen, Rührei und viel Kaffee. Anschließend nahm ich an einem Fruchtaufguss teil. Auch wenn man in Büchern etwas anders las – mir tat es gut, mit vollem Magen zu saunieren.
Belustigt verfolgte ich die Ausführungen des Saunameisters: »Ich habe Ihnen zwei Düfte mitgebracht. In der ersten Runde verwende ich Kirsche. Dann erhalten Sie Crash-Eis, um damit Ihre Haut zu kühlen. In der zweiten Runde nehme ich Brombeere. In der ersten Runde wird gewedelt, in der zweiten Runde abgeschlagen.«
Ich schmunzelte vor mich hin. Wedeln und abschlagen – das klang wie der Titel eines billigen Pornos aus den Siebzigerjahren. Ich erinnerte mich an eine Story, mit der Katja bei Connie und mir für einen ungewollten Lachflash gesorgt hatte. Im Winter neigten ihre empfindlichen Daumenkuppen dazu, rau zu werden, was sie natürlich nicht besonders schick fand. »… und da habe ich sie einfach abgefeilt und eingeschmiert.«
Abgefeilt und eingeschmiert – Connie und ich hatten ihre Bemerkung seinerzeit auch mit dem Titel eines Pornos der Siebziger verglichen. Wedeln und abschlagen war beinahe genauso gut, und ich freute mich schon darauf, meinen Freundinnen davon zu erzählen.
Nun lag ich nackt, wie Gott mich schuf, auf einem der breiten Wasserbetten direkt am See im Garten der Anlage. Weit und breit war niemand zu sehen. Die Luft duftete frisch, der klare Himmel präsentierte sich in seinem schönsten Blau, und das Wasser plätscherte in beruhigendem, ewig gleichem Rhythmus leise ans Ufer. Ich genoss die Sonnenstrahlen auf meinem Leib. Die Wärme liebkoste zärtlich jeden einzelnen Millimeter meiner bloßen Haut. Ich war ganz allein, schloss meine Augen und rekelte mich behäbig und schamlos auf meinem Wasserbett. Heute ließ ich es mir richtig gut gehen. Vielleicht gab sich der geheimnisvolle Absender des Briefes, dem ich die Einladung verdankte, zu erkennen, vielleicht aber auch nicht. Eigentlich war es mir gleichgültig – einen außergewöhnlich schönen Tag hatte ich hier allemal.
Plötzlich legten sich zwei Hände auf meine Schultern, und ich erschrak für einen kurzen Moment. Dann durchflutete mich eine selig machende Wärme, die noch intensiver war als die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Überrascht schlug ich die Augen wieder auf.
»Schließe deine Lider. Fühle nur!«, flüsterte eine Stimme hinter mir.
Ich gehorchte.
Eine Massage am Strand – wie herrlich, dachte ich.
Die trockenen, glatten Hände streichelten mit leichtem Druck meine Schultern. Sie liebkosten die Außenseiten der Oberarme, betasteten federleicht die Innenseiten und erforschten behutsam meine Achseln. Ich begann zu schmelzen.
Plötzlich waren es vier Hände, die absolut synchron meine Schultern, meine Arme und meine Achseln verwöhnten. Weitere Hände berührten meine nackten Brüste. Fingerspitzen zeichneten ihre Rundungen nach, bevor zwei Handflächen gleichzeitig meine Knospen streichelten, die sich augenblicklich köstlich zusammenzogen.
Was für eine Art von Ganzkörpermassage war das?
Auf jeden Fall keine, die mit der Lockerung meiner Muskulatur zu tun hatte. Unbewusst befeuchtete ich mit der Zungenspitze meine Lippen.
Daraufhin lachte jemand leise auf. Eine Frau.
Ein weiteres Lachen antwortete. Noch eine Frau.
»Halte die Augen geschlossen. Und fühle! Du nimmst das, was wir mit dir vorhaben, mit geschlossenen Lidern viel intensiver wahr.«
Die Stimme war jung und klar und … weiblich!
»Sie hat extrem schöne Brüste«, flüsterte jemand.
»… wirklich formvollendet.«
»… sehr sinnlich.«
»Und sie sind so empfindlich. Seht euch ihre Nippel an, die sich wie zwei Rosinen zusammenziehen.«
Wieder ein Frauenlachen, auf das zwei andere antworteten. Ganz kurz fragte ich mich, wie viele Frauen um mich herumstanden und mich befummelten. Ich stand nicht auf Frauen – ganz und gar nicht. Nicht einmal in meinen geheimsten Träumen stellte ich mir vor, mit einer Frau auf Tuchfühlung zu gehen. Und erst recht nicht mit mehreren Frauen auf einmal.
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