Название: Das Geheimnis des wahren Evangeliums - Band 2
Автор: Johanne T. G. Joan
Издательство: Readbox publishing GmbH
Жанр: Контркультура
Серия: II
isbn: 9783347094499
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Eusebios:
Aufgrund seiner überragenden Gerechtigkeit wurde er „der Gerechte“ [Dikaios] oder „Oblias“ genannt, was auf griechisch so viel wie „Schutz des Volkes“ und „Gerechtigkeit“ [Dikaiosyné] bedeutet63
Ganz im Plan des Verschwörers bläst Eusebius von Cäsarea ins gleiche Horn wie der vermeintliche minderwertige Geschichtsschreiber Flavius Josephus, der das schwere Schicksal der Juden als Eigenverschulden wegen deren Frevel an Christus darstellt. Diese Formulierung ist eine entmystifizierte Äußerung des Verschwörers, die richtig verstanden heißt: Israel oder die Juden (den potentiellen Gerechten, was nichts mit den geographischen Juden zu tun hat) müssen leiden, weil sie sich gegen den Christus (den Geist Gottes im Menschen) versündigt haben, als sie an seine Existenz nicht geglaubt haben. In diesem Wortlaut ist der „Verlorene Sohn“ aus dem Friedensevangelium zu erkennen, der solange leiden muss, bis er bereit ist, an den Sohn Gottes (den Christus) in ihm durch ein Leben im Gehorsam mit dem göttlichen Gesetz zu glauben.
Nicht zu übersehen ist der Hinweis aus den Schriften Nag Hammadi: „Und unmittelbar darauf begann Vespasian, zu belagern“, der mit den gleichen Absichten geschrieben wurde, der Einstellung des Lesers über die Juden auf die Sprünge zu helfen und einstimmig mit allen anderen Schriften das Selbstverschulden der Juden an ihrem grausamen Schicksal zu betonen, das sie durch die Römer erlitten haben.
Auch in diesem Fall ist durch die Entmystifizierung der Wahrheit, die der Verschwörer gegen die Juden gerichtet hat, die Handschrift des Verschwörers zu erkennen und lässt noch Ärgeres vermuten.
6. Kap. Das schwere Schicksal der Juden nach ihrem Freval an Christus.
6. Nach dem Tode des Tiberius habe Gaius die Herrschaft erlangt. Dieser habe gegen zahlreiche Personen viel gefrevelt, ganz besonders aber das ganze jüdische Volk schwer mißhandelt. Philos Worte ermöglichen [S. 69] einen kurzen Überblick. Wörtlich schreibt er: „Furchtbar wütete Gaius gegen alle, vor allem aber gegen das Geschlecht der Juden.[…] Mit ihm stimmt Josephus überein, der ebenfalls erklärt, daß mit den Zeiten des Pilatus und den Verbrechen an dem Erlöser das Unglück des ganzen Volkes begonnen habe.[…] Daraufhin wurde das Volk erbittert, und als Pilatus nach Jerusalem kam, umringten ihn alle schreiend. Dieser aber hatte ihren Tumult vorausgesehen und deshalb unter die Menge seine bewaffneten, aber in einheimische Kleider gehüllten Soldaten verteilt mit der Weisung, vom Schwerte keinen Gebrauch zu machen, wohl aber die Schreier mit Prügeln niederzuhauen. Nun gab er ihnen vom Richterstuhle aus das verabredete Zeichen. Viele Juden verloren ihr Leben unter den Streichen, viele auf der Flucht unter den Tritten der eigenen Landsleute. Das Schicksal der Getöteten brachte die entsetzte Menge zum Schweigen.“ Josephus belehrt uns, daß in Jerusalem außerdem noch zahlreiche andere Tumulte entstanden, und zeigt, daß von jener Zeit an in der Stadt und in ganz Judäa Aufstände und Kriege und Bedrückungen über Bedrückungen kein Ende nehmen wollten, bis schließlich die Belagerung unter Vespasian über die Juden hereinbrach. So wurden diese für ihre Frevel an Christus von der göttlichen Strafe ereilt.“64
Die Römer konnten das dokumentierte Massaker an den Juden nicht so leicht vertuschen, deswegen bekannten sie sich zwar zu den Angriffen gegen das jüdische Volk, dennoch aber gelang es ihnen, die hohe Zahl der Toten, die von den römischen Soldaten niedergemacht wurde, durch den Umstand zu beschönigen, dass die Soldaten „nur“ mit Knüppeln die Masse zu beruhigen suchten, wobei die Juden beim Flüchten die eigenen Landsleute rücksichtlos zertrampelt haben und somit die hohe Todeszahl selbst verschuldeten.
Wenn wir die Eigenschaften „Jakobus des Gerechten“ rekapitulieren, dann kristallisiert sich das Bild unseres „Essener Täufers“ beziehungsweise „ Johannes des Täufers“ heraus.
Denn „Jakobus der Gerechte“ hat folgende Eigenschaften:
Ist wie Johannes der Täufer:
• „Heilig vom Leibe seiner Mutter“
• trinkt keinen Alkohol
• Isst kein Fleisch
• hat Ansehen beim Volk
Ist wie Jesus aus dem Neuen Testament:
• der Sohn Marias
• der Sohn Josefs
• wegen seiner Tugend (seiner Courage, seiner Selbstbeherrschung, seiner Aufrichtigkeit usw.)
Ist wie Johannes der Jünger:
• jungfräulich
• ist sehr alt geworden
Eigenschaften, die wir alle miteinander auf den Essener Täufer übertragen können:
• „Heilig vom Leibe seiner Mutter“
• trinkt keinen Alkohol
• isst kein Fleisch
• hat Ansehen beim Volk
• jungfräulich
• ist sehr alt geworden
• der Sohn Marias
• der Sohn Josefs
Ist wie der wahre Christus (der Geist Gottes):
• der Schutz vom Volk
• Oblias
Weil er den Christus empfangen hatte, könnte man diese Umschreibungen ebenfalls auf den Essener Täufer übertragen:
• der Bruder des Herrn (Christus)
• der Jünger, den Jesus (Christus) liebte (auch auf Jakobus übertragbar)
51 Evangile Barnabé: eigene Übersetzung, Kap. 96.
52 Ebenda, Kap. 93.
53 Ebenda, Kap. 12.
54 Ebenda, Kap. 28.
55 Eusebius von Cäsarea (f um 340) – Kirchengeschichte, (Historia Ecclesiastica).
56 Ebenda.
57 Ebenda.
58 Eusebius von Cäsarea (f um 340) – Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica).
59 Ebenda.
60 Nag Hammadi und manichäische Schriften.
61 Aus dem Nachlass von Hieronymus aus dem Buch von Prof. Eisenmann: „Jakobus der Bruder Jesu“, S. 712.
62 Die zweite Apokalypse des Jakobus – das Martyrium des Jakobus – aus Nag Hammadi NHC V, 4.
63 Eusebius von Cäsarea (f um 340) – Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica).
64 Eusebius von Cäsarea († um 340) – Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica) СКАЧАТЬ