Eine mörderische Rechnung: N.Y.D. - New York Detectives. A. F. Morland
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Название: Eine mörderische Rechnung: N.Y.D. - New York Detectives

Автор: A. F. Morland

Издательство: Readbox publishing GmbH

Жанр: Ужасы и Мистика

Серия:

isbn: 9783745214819

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СКАЧАТЬ Warum verlangen Sie keinen Vorschuss?“

      „Was macht das denn für einen Eindruck?“

      „Verdammt noch mal, das ist mir doch scheißegal!“

      „Vier Wochen, Ryder. Ich bitte Sie ... “

      „Nein, Quickley. Sie haben nur noch sechs Stunden, und keine Minute länger! Und das kriegen Sie, damit Sie wissen, wie ernst Ihre Situation ist.“

      Der Gangster schlug zu. Der Angriff kam für Quickley so unverhofft, dass er zu spät reagierte. Ryders Faust landete mitten in Quickleys hässlichem Gesicht. Sterne sprühten vor seinen Augen, in die Tränen schossen, während er das Gefühl hatte, seine breite Nase wäre auf einmal doppelt so breit.

      Er war kein Kämpfer, erledigte seine Probleme normalerweise ausschließlich mit dem Kopf, doch er war auch keiner, der sich einfach hinstellte und den Prügelknaben spielte. ,Wenn man ihn schlug, schlug er zurück. Von dem Spruch: Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, halte ihm auch die rechte hin‘ hielt er nichts. Er sah John Ryder durch den Tränenschleier nur verschwommen, und er legte sein Herz in die Fäuste.

      Er hatte keine Ahnung, wie man boxte, kannte keine Tricks, hatte zwar schon mal von einem Schwinger oder Uppercut gehört, hämmerte jetzt aber nur im Freistil auf den Verbrecher ein.

      Ryder beherrschte die Technik, er pendelte die meisten Schläge des Mannes, der um einen Kopf kleiner war als er, geschickt aus und setzte ihm ein Ding an die Rippen, dass ihm die Luft wegblieb.

      Vorsicht!, schrie es in Quickley, während ihn die Wucht des Schlages gegen einen Kastenwagen warf.

      John Ryder setzte nach. Quickley hatte den Eindruck, der Gangster hatte um vier Fäuste mehr als er. Er wusste nicht, wie er sich vor ihnen in Sicherheit bringen sollte.

      Ich gehe unter!, dachte Quickley verzweifelt. Ich kann es nicht verhindern! Er macht mich fertig!

      Dass er sich immer noch auf den Beinen hielt, grenzte für ihn an ein Wunder, aber er erkannte, dass sich hinter ihm ein Abgrund auftat, in den er gleich stürzen würde.

      Da riss er urplötzlich das rechte Bein hoch und versetzte dem Verbrecher einen Tritt. Ryder brüllte auf, krümmte sich, konnte nicht mehr weiter auf ihn eindreschen.

      Wut, Schmerz und Hass verzerrten John Ryders Gesicht. Es war lange her, seit Ryder zum letzten Mal die Kontrolle über sich verlor. Heute passierte es wieder. Er dachte plötzlich nicht mehr an das Geld, das ihm dieser Mann schuldete, sondern nur noch an den Schmerz, den ihm dieser zugefügt hatte. Und er wollte nicht mehr nur Quickleys Geld.

      Laurence Quickley hetzte zu seinem Wagen, während Ryder die Hände auf seinen Leib presste.

      Stan Gamby und Gregg Hagler wussten nicht, ob sie jetzt eingreifen sollten, ihr Blick pendelte zwischen Quickley und Ryder ratlos hin und her. Sie wollten nichts tun, womit Ryder nicht einverstanden war. Sicherheitshalber rissen sie ihre Kanonen aus dem Leder.

      „Lasst das!“, brüllte Ryder. „Der gehört mir!“

      Er zog seinen Revolver, während Quickley den Motor startete. Die Maschine heulte auf, und Ryder rannte wankend und gekrümmt los.

      „Du kommst hier nicht lebend raus, du Bastard!“, schrie er.

      Die Pneus quietschten schrill, und Quickleys Fahrzeug schoss aus der Parktasche. Der Mann kurbelte heftig am Lenkrad, und dann nahm das Auto Kurs auf John Ryder, denn in dieser Richtung befand sich die Ausfahrt.

      Der Gangster blieb stehen und brachte seine Kanone in Anschlag. Zum ersten Mal in seinem Leben blickte Laurence Quickley in die Mündung einer Waffe.

      Es war ein scheußliches Gefühl.

      Er sah alles ganz genau, den kurzen Lauf, die Trommel, die Faust, die sich um den Kolben krampfte, den Arm und das Gesicht des Gangsters ...

      Und das Mündungsfeuer, als John Ryder abdrückte!

      Quickley warf sich instinktiv zur Seite, drückte noch mehr aufs Gas und versuchte mit verrenktem Körper das Fahrzeug auf Kurs zu halten.

      Das Krachen des Schusses ging im Brüllen des Motors unter. Auch das Klatschen war nicht zu hören, als die Kugel des Verbrechers die Windschutzscheibe durchschlug.

      Wenn Quickley aufrecht sitzen geblieben wäre, hätte ihn Ryders Geschoss getroffen, aber er hatte diesmal zum Glück rasch genug reagiert. Dasselbe konnte man von Ryder nicht behaupten. Jeder Mensch hat mal einen schwarzen Tag, und der von Ryder war heute. Hatte er sich eingebildet, er könne den Wagen mit einer Kugel stoppen? War er so perplex darüber, Quickley nicht getroffen zu haben, dass er nicht daran dachte, sich mit einem weiten Satz in Sicherheit zu bringen?

      Was auch immer der Grund sein mochte, er schaffte es jedenfalls nicht rechtzeitig, sich aus dem Gefahrenbereich zu katapultieren, und das wurde ihm zum Verhängnis.

      „Jooohn!“, brüllte Gregg Hagler, und das Blut wich aus seinem Gesicht. Er hielt sich für einen abgebrühten Hasen, aber als er sah, was gleich passieren würde, standen ihm die Haare zu Berge.

      Die Katastrophe war nicht mehr zu verhindern, sie lief vor Haglers und Gambys Augen wie in Zeitlupe ab. Sie begriffen, dass es doch noch Dinge gab, die auch sie schocken und lähmen konnten.

      Jetzt duckte sich John Ryder zum Sprung ...

      Viel zu spät! Er stieß sich ab, kam aber nicht mehr weg, denn im selben Moment war der Wagen heran. Die Stoßstange hatte den ersten Kontakt, dann der Kühlergrill und schließlich die Motorhaube, auf die Ryders mit großer Wucht aufschlug. Es riss ihm die Beine unter dem Körper weg, sie schwangen nach oben und er vollführte einen Salto in der Luft, flog über das Wagendach und schlug hinter dem Auto auf den harten Betonboden auf.

      Quickleys Auto raste mit unverminderter Geschwindigkeit weiter, erreichte die Auffahrt und schoss diese hinauf, während Gamby und Hagler wie geschockt dastanden.

      Nicht einen einzigen Schuss hatten sie auf Quickley abgefeuert, obwohl sie ihre Waffen in der Hand hielten.

      „Mensch!“, sagte Gregg Hagler gepresst.

      „Verdammte Scheiße!“, fluchte Stan Gamby.

      Sie eilten zu Ryder, der mit verrenkten Gliedern auf dem Boden lag.

      „Der ist hin“, stellte Hagler mit kratziger Stimme fest.

      „Was machen wir jetzt?“, fragte Gamby nervös.

      „Wir können John nicht hier liegen lassen.“

      „Das ist klar. Verdammter Bockmist!“ Gamby stieß seinen Revolver ins Leder. „Hättest du gedacht, dass Quickley das schafft? Dass er John kaltmacht?“

      „Nee, nie.“

      „Ich auch nicht. Da sieht man wieder mal, dass man den harmlosesten Kerl nicht unterschätzen darf.“

      „Mann, das gibt Stunk. John war keine so bedeutungslose Figur wie wir. Nach uns würde kein Hahn krähen, uns kann man jederzeit austauschen, aber mit John hatte man einiges vor.“

      „Los, fass mit an! Wir legen ihn in den Kofferraum unserer Karre und sehen СКАЧАТЬ