Название: Lieblingsplätze Blühendes Erfurt und Thüringen
Автор: Daniel Seiler
Издательство: Автор
Жанр: Книги о Путешествиях
isbn: 9783839267622
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Der Marktbesuch ist ein schönes und sinnliches Ritual. Einfach zwischen den Ständen umherschlendern, die leuchtenden Blumen bestaunen und Neues entdecken: lilafarbenen Blumenkohl und seltene Kräuter oder auch regionale Besonderheiten wie die leckere Brunnenkresse. Die vielen Farben und das quirlige Treiben machen sofort Lust, etwas Frisches mitzunehmen – versprochen!
Wer noch nicht genug von Schnitt- und Gartenblumen hat, der sollte sich den Mai notieren. An einem Wochenende im Frühling findet jedes Jahr der Erfurter Blumen- und Gartenmarkt statt. Ein Pflichttermin für zahlreiche Pflanzenanbieter aus dem Umland, die ihre Ware präsentieren. Perfekt, um gut gerüstet in die neue Gartensaison zu starten.
Nach »getaner Arbeit« lockt das Café Hilgenfeld am Domplatz mit einem guten Kaffee oder Espresso. Von hier aus können Sie ganz in Ruhe das Markttreiben beobachten.
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Wochenmarkt
Domplatz
99084 Erfurt
Café Hilgenfeld
Domplatz 4
99084 Erfurt
0361 26569846
Erfurt: Gera-Radweg ab Erfurter Domplatz
Sportlich muss sein, wer die 75 Kilometer lange Radtour vom Rand des Thüringer Waldes bis ins nördlich von Erfurt gelegene Gebesee schaffen möchte. Vom Rennsteig aus erleben Fahrradfahrer eine abwechslungsreiche Strecke und sehen unterwegs mit Arnstadt und Erfurt die ältesten Städte Thüringens. Steter Begleiter ist die Gera, an deren Seiten sich über weite Teile der Radweg schlängelt.
Die Bachstadt Arnstadt bietet mit der langen Bach-Familientradition einen guten Ort, um sich mit Leben und Wirken des Komponisten auseinanderzusetzen. Unbedingt besichtigt werden sollte die Bachkirche, in der Johann Sebastian Bach seine erste Organistenstelle antrat. Der Gera-Radweg führt weiter, vorbei an Schloss Molsdorf, Bischleben und Hochheim in den Stadtkern von Erfurt.
Hier angekommen liegen noch rund 21 Kilometer vor den sportlichen Urlaubern – eine ausgiebige Pause sollte dennoch eingelegt werden. Die Stadt bietet ausreichend Möglichkeiten für eine kulinarische und kulturelle Pause. Gewissermaßen am Wegesrand warten alle großen Sehenswürdigkeiten Erfurts auf die Besucher: Dom, Krämerbrücke sowie die historische Altstadt. Zahlreiche Lieblingsplätze befinden sich nur einen kleinen Umweg vom Gera-Radwegs entfernt. Biergärten und Cafés laden zum Verweilen und Ausruhen ein.
Weite Teile der Strecke innerhalb der Stadt verlaufen entlang des Flutgrabens, jenem Hochwasserschutz, der seit dem 19. Jahrhundert Erfurt vor innerstädtischen Überschwemmungen bewahrt. Stadtauswärts passieren die Radler den Nordpark und die frisch für die BUGA renaturierte Gera-Aue, die beide durch ihre vielen Grünflächen, Bänke und Parkwege zu weiteren Pausen einladen. Endstation ist schließlich das historische Barockschloss in Gebesee.
Mit guten Backwaren können sich fleißige Radfahrer in der Bäckerei Thieme in der Neuwerkstraße eindecken. Hier wird Backtradition noch großgeschrieben.
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Vom Domplatz kommend Richtung Schloss Molsdorf führen schattige Radwege entlang der Gera und laden zum Verschnaufen ein
Gera-Radweg
Startpunkt für beide Richtungen: Domplatz
99084 Erfurt
Landbäckerei Thieme
Neuwerkstraße 25
99084 Erfurt
0361 78925325
Erfurt: Stiftsgasse
Unauffällig versteckt sich der Eingang zur Stiftsgasse sowohl am Hermannsplatz als auch in der Domstraße und doch bildet sie eine zentrale Verbindung im Erfurter Wegenetz. Wer aus der Brühlervorstadt Richtung Domplatz möchte, wählt diesen schmalen Weg hin zur Rückseite des Doms. Zwischen alten Mauern, die die Wirtschafts- und Übernachtungshäuser des Domkapitels vor neugierigen Blicken schützen, liegt der enge Fußweg. Die benachbarten Wohnhäuser der Geistlichen verliehen ihm bis 1850 seinen ursprünglichen Namen Pfaffengasse.
Umgeben von den bewachsenen, mittelalterlich anmutenden Mauern ist es beschaulich ruhig – man glaubt kaum, dass man mitten im Stadtzentrum ist. Die einzigen Geräusche, die man als Spaziergänger wahrnimmt, sind das gelegentliche Klingeln eines Radfahrers und das Plätschern des Bergstroms, der sanft dahinfließend den Weg kreuzt.
Was den schmalen Durchgang zum Dom besonders macht, ist das Engagement der Anwohner, mit Nadel und Wolle immer wieder neue Kunstwerke zu erschaffen. Bunt bestrickt werden die Masten von Laternen und Verkehrsschildern, aber auch Regenrinnen und Brückengeländer. »Urban Knitting« wäre für dieses Hobby wohl der trendige Name in Großstädten und die Kreationen hätten eigene Instagram-Kanäle; in der Thüringer Landeshauptstadt muss das anerkennende Nicken mit dem Anflug eines Lächelns im Gesicht vieler Erfurter reichen. Nicht gemeckert ist genug gelobt …
Vom Hermannsplatz Richtung Domplatz laufend, lohnt es sich auf jeden Fall, den Kopf zu heben. Der Blick auf den Erfurter Mariendom ist von dieser Seite erfrischend anders – und wunderschön zugleich. Voll Demut vor dem imposanten Bau versteht man sehr wohl, warum Priester, Nonnen und Mönche in dieser Nachbarschaft ihre Gärten gepflegt und sich zum Gebet versammelt haben.
Für den kleinen Snack in der Stiftsgasse oder am Hermannsplatz eignet sich das Brothaus Café Nahrstedt. Im kolossalen Neubau am Dom ist vor allem der Kuchen sehr lecker.
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Stiftsgasse
zwischen Mariendom und Hermannsplatz
99084 Erfurt
Brothaus Café Nahrstedt
Domstraße СКАЧАТЬ