Название: Not macht erfinderisch: Der Klopapier-Unternehmer
Автор: Mike Michalowicz
Издательство: Bookwire
Жанр: Зарубежная деловая литература
Серия: budrich Inspirited
isbn: 9783847410089
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Was also sind meine Erfolge? Ich habe eine Liste mit Dingen, die ich unbedingt erreichen will, aber wichtiger noch: Ich habe meine Leidenschaft gefunden und lebe sie! Ich liebe es, Startups zu gründen, sie groß herauszubringen und das schnell. Ich liebe den Außenseiter, den nicht gefeierten Helden, diejenigen, die sich ihren Zielen verschrieben haben, aber möglicherweise keine echte Chance hatten. Ich liebe es, Menschen zu helfen, deren Sterne nicht gut stehen, ihnen zu zeigen, wie sie ihre eigenen[18] Stärken nutzen können, um sich auf den Weg zu machen und wirklich etwas zu erreichen. Mein Lebenssinn liegt darin, Hand in Hand mit Unternehmern zu arbeiten, die gerade erst anfangen, ihre Konzepte umzusetzen und zu Branchenführern zu werden. Ich tue das sehr, sehr gern. Das Ergebnis ist, dass ich sehr glücklich bin, ein großartiges Leben führe und mich immer voller Energie fühle. Ich bin gesund, reich und glücklich – alles auf einmal. Für mich ist das mein größter Erfolg. Was wäre für Dich der größte Erfolg?
Meine Liste der Pflicht-Erfolge
Für den Fall, dass Du mich nicht googeln möchtest, hier die Highlights aus meinem Lebenslauf:
Mein erstes Unternehmen, eine Firma für Computernetzwerke, gründete ich im Alter von 24 Jahren. Ich verkaufte das Unternehmen am 31.12.2002 an einen anderen Unternehmer, und es ist bis heute erfolgreich.
Am 1. Januar 2003 startete ich ein neues Unternehmen. Genau, am nächsten Tag. Dieses Unternehmen erlangte innerhalb von drei kurzen Jahren nationale Bekanntheit und wurde 2006 von einem börsennotierten Großkonzern übernommen.
Mein drittes Unternehmen, Obsidian Launch, gründete ich im Sommer 2005. Es hieß zunächst anders, und das ursprüngliche Konzept war ebenfalls ein anderes. Das Ganze veränderte sich, weil ich mir die Zeit nahm, in mich hineinzuhorchen, um herauszufinden, was ich wirklich gerne machen möchte. Dann habe ich die Unternehmensidee langsam um meine Interessen und Lebensziele herum gestaltet. Meine vorhergehenden Unternehmen waren zwar sehr erfolgreich, basierten aber auf Ideen, die vom Markt ausgingen. Sie brachten meine Talente und meine Leidenschaft nicht zu voller Blüte. Mein jüngstes Unternehmen hingegen deckt all dies ab – also geht es mir gut.
Ich ging den Pfad des Klopapier-Unternehmers, zunächst zufällig und ahnungslos, doch mit der Zeit bewusst und konzentrierter. Die ganze Zeit über blieb ich überzeugt, entdeckte und nutzte meine Stärken und – was das Wichtigste war – ich ging immer weiter, auch in den härtesten Zeiten. Das Ergebnis?
[19]Ich habe zwei Unternehmen für jede Menge Bares verkauft und zudem
• bin ich etwa alle vier Wochen an der Gründung eines neuen Unternehmens beteiligt,
• bin ich wiederkehrender Gast der TV-Show „The Big Idea with Donny Deutsch“ und anderer Fernsehsendungen,
• habe ich diverse Auszeichnungen für Unternehmer erhalten, darunter den SBA Young Entrepreneur of the Year Award,
• wurde ich von einer Vielzahl unterschiedlicher nationaler Medien interviewt,
• hielt ich Vorträge an einigen der renommiertesten Universitäten der USA. Dabei habe ich selbst keinen sonderlich berauschenden Abschluss an der Virginia Tech absolviert – mach Dir Deinen eigenen Reim darauf.
• bin ich Autor dieses und weiterer Bücher und beabsichtige, noch viele zu schreiben.
• Und, was am wichtigsten ist, ich erhöhe laufend und schnell Umsätze und Gewinne für all meine Unternehmen!
Es geht mir hier nicht darum, anzugeben. Ich möchte lediglich klar machen: Wenn ich das kann, dann kannst Du das auch. Verwechsle im Übrigen nicht Medienpräsenz mit dem Status des Medienlieblings. Medienpräsenz ist großartig – ich möchte Dir sehr ans Herz legen, Dich darum zu kümmern, wie ich es auch tue. Ein MLU zu sein, ist etwas anderes als die bloße Präsenz: Es geht mehr darum, plötzlich über Nacht zu einem Star zu werden, der tatsächlich von einem Tag auf den anderen erfolgreich ist. MLUs sollten eine Elitetruppe sein, keine Frage. Aber sie sollten nicht als exklusive Gruppe verstanden werden.
Auch Du kannst und wirst erfolgreich sein, wenn Du es willst. Dein plötzlicher Erfolg über Nacht braucht vielleicht etwas Zeit. Letzten Endes kannst Du alle Ziele erreichen, die Du möchtest, und das funktioniert, indem Du dem Weg des Klopapier-Unternehmers folgst.
Es ist klar, dass ich nicht den Weg des MLUs gefolgt bin, doch das ist bei den meisten Unternehmern der Fall. Und auch Du wirst Dein Unternehmen höchstwahrscheinlich mit drei Blatt und zunächst wenig Aussicht auf Erfolg gründen. Meine Aufgabe ist es, Dir dabei zu helfen, dieses „wenig Aussicht auf Erfolg“ loszuwerden. Deine Aufgabe ist es, mit den drei Blatt erfolgreich zu sein.
Sollen wir anfangen?
[20][21]Teil I: Glaubenssätze
„Gott hatte keine Zeit, einen Niemand zu erschaffen – nur einen Jemand. Ich glaube, dass jeder von uns von Gott Talente mitbekommen hat, die darauf warten, dass wir sie nutzen.“ – Mary Kay Ash
Zu Beginn meiner Vorträge nutze ich die alte Jack-Canfield-Methode, die mit dem 100-Dollar-Schein. Es funktioniert in etwa so:
Ich frage erst einmal: „Wer von Euch möchte Multi-Millionär werden?“ Alle Hände im Raum zeigen auf. „Wer von Euch IST bereits MultiMillionär?“ Alle Hände gehen runter. „Wer von Euch möchte die Welt zum Guten verändern?“ Hände zeigen auf. „Wer tut dies bereits?“ Hände runter. „Wer möchte durch seine guten Taten in Erinnerung bleiben?“ Hände rauf. „Wer hat dies bereits erreicht?“ Hände runter.
Anschließend erkläre ich meinen Teilnehmern, dass dies alles gute Absichten sind, im Moment aber unerreichbar bleiben. Dann hole ich einen 100-Dollar-Schein aus meiner Tasche und halte ihn hoch: „Dies ist etwas, das wir alle sehen und besprechen können. Wer möchte diesen 100-Dollar-Schein haben?“ Alle Hände zeigen auf. Und ich frage erneut: „Wer möchte diesen 100-Dollar-Schein haben?“ Alle Hände bleiben oben, die Leute tauschen komische Blicke aus. Dann frage ich zum dritten Mal und bekomme die gleiche Reaktion. Häufig frage ich vier- oder fünfmal, bevor sich jemand verlegen erhebt, zu mir kommt und den 100-Dollar- Schein vorsichtig aus meiner Hand nimmt. Das übrige Publikum schaut völlig entgeistert.
Wenn der Mensch mit den 100 Dollar wieder auf seinem Platz sitzt, untersuchen wir unsere Glaubenssätze. Obwohl ein jeder seine Hand gehoben und gesagt hatte, dass er das Geld haben wolle, wurden alle von ihren Glaubenssätze davon abgehalten, sich das Geld zu nehmen. Die Glaubenssätze sind immer gleich: „Das ist ein Trick.“, „Das ist peinlich.“, „Er nimmt es sich dann ohnehin wieder.“, „Jemand anders hat es eher[22] verdient.“ Diese kraftvollen und limitierenden СКАЧАТЬ